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	<title>Science Fiction Leser</title>
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	<description>SF Literatur weit gefasst.</description>
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		<title>Die Hyperion Gesänge von Dan Simmons</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 08:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
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<p>Zwei Romane in einem vereint der 1 kg schwere Brocken vom Heyne Verlag. Es handelt sich zwischen den fantasielose gestalteten Buchdeckeln dabei um die Romane Hyperion und der Sturz von Hyperion.
Das Vorwort von Alastair Reynolds (Himmelssturz, Das Haus der Sonnen,&#8230;) singt ein Loblied auf die Sprachgewalt Simmons und die Farbigkeit seiner Beschreibungen und macht richtig Lust darauf, endlich mit dem Lesen zu beginnen.
Und so beginnt man und lernt sukzessive die Mitglieder einer Gruppe von mehr oder minder unfreiwilligen Pilgern kennen, die sich auf den Weg zum <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2011/04/01/die-hyperion-gesange-von-dan-simmons/">Die Hyperion Gesänge von Dan Simmons</a></span>]]></description>
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<p>Zwei Romane in einem vereint der 1 kg schwere Brocken vom Heyne Verlag. Es handelt sich zwischen den fantasielose gestalteten Buchdeckeln dabei um die Romane Hyperion und der Sturz von Hyperion.<br />
Das Vorwort von Alastair Reynolds (Himmelssturz, Das Haus der Sonnen,&#8230;) singt ein Loblied auf die Sprachgewalt Simmons und die Farbigkeit seiner Beschreibungen und macht richtig Lust darauf, endlich mit dem Lesen zu beginnen.<br />
Und so beginnt man und lernt sukzessive die Mitglieder einer Gruppe von mehr oder minder unfreiwilligen Pilgern kennen, die sich auf den Weg zum Shrike machen. Die Reise dorthin bildet elegant eine Rahmenhandlung um die Geschichten der Gruppenmitglieder, welche den Hauptteil des ersten Romans darstellen. Nacheinander erzählt beinahe jeder seine Geschichte, die anscheinend der Grund für die Wahl des Einzelnen in die Gruppe war.<br />
Nebenbei erfährt der Leser einiges über die Welt, in die er durch die Lektüre versetzt werden soll. Der Erzähler ermöglicht einen unglaublichen Überblick aus einer berechtigt olympisch genannten Position. Die Übersicht des Lesers durch die Erzähltechnik mutet teilweise gottgleich an, was eine gewisse Logik hat: Dreht sich die Handlung doch auch darum, dass ein Konglomerat künstlicher Intelligenzen – der Core – versucht, eine Höchste Intelligenz zu schaffen – einen Gott. Die Position des Lesers erst ermöglicht einen gewisses Verständnis der hochkomplexen, langwierigen und in seinem Ausmaß fast unermesslichen Pläne der unterschiedlichen Mächte und Figuren. Letztlich geht es um die Entscheidung ob die Menschheit und ihre Menschlichkeit oder die Maschinen mit ihrer gefühllosen Intelligenz überleben.<br />
Auf de Weg zu dieser Entscheidung fügt sich ein logischer Bruch an den anderen. Selbst aus der hohen Beobachterwarte wird nicht deutlich, was aus welchen Grund geschieht. Die stets vorkommenden Bezüge zu John Keats Werk wirken aufdringlich und beliebig – anscheinend war nur „irgendein“ Dichter für diese Rolle nötig, da ist es eben Keats geworden. Der häufige Wechsel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, zwischen verschiedenen Personen und künstlichen Intelligenzen sowie zwischen den endlos vielen Handlungsorten tut das Seinige zu dieser Unübersichtlichkeit.<br />
Es scheint so, als ob Simmons beim versuch den großen Wurf zu machen und ALLES in einen Roman hinein zu packen dabei an irgendeinem Punkt selbst den Überblick verloren hat.<br />
Fazit: Fertig gelesen habe ich das Werk, aber nach der Lektüre bin ich immer noch keinen Schritt weiter. Nochmals lesen, für immer verbannen? Fragezeichen bleiben genügend.</p>
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		<title>&#8220;Das Cusanus Spiel&#8221; von Wolfgang Jeschke</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 11:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

<p>Ein Zeitreiseroman von Wolfgang Jeschke. Darauf kann man sich freuen, ist Jeschke doch in der SF kein Unbekannter und darüberhinaus ein erklärte Freund von Zeitreiseromanen.</p>
<p>Über 700 Seiten Jeschke hält der Leser in den Händen, wenn er mit der Lektüre beginnt. Vom Knaur Verlag wurde das Buch mit einer Umschlaggestaltung ausgestattet, die zusätzlich zum Titel noch einmal auf das Cusanus-Spiel verweist. Bei diesem historischen Spiel, auch Globus- oder Globoule-Spiel genannt,  soll eine Kugel mit einer Delle von einem festgelegten Startpunkt möglichst nahe an den Zielpunkt in der <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2010/10/19/94/">&#8220;Das Cusanus Spiel&#8221; von Wolfgang Jeschke</a></span>]]></description>
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<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426639580?ie=UTF8&amp;tag=theatergruvan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3426639580" target="_blank"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-95" src="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/10/cusanusspiel-102x150.jpg" alt="Cusanusspiel-102x150 in Das Cusanus Spiel von Wolfgang Jeschke" width="102" height="150" /></a>Ein Zeitreiseroman von Wolfgang Jeschke. Darauf kann man sich freuen, ist Jeschke doch in der SF kein Unbekannter und darüberhinaus ein erklärte Freund von Zeitreiseromanen.</p>
<p>Über 700 Seiten Jeschke hält der Leser in den Händen, wenn er mit der Lektüre beginnt. Vom Knaur Verlag wurde das Buch mit einer Umschlaggestaltung ausgestattet, die zusätzlich zum Titel noch einmal auf das Cusanus-Spiel verweist. Bei diesem historischen Spiel, auch Globus- oder Globoule-Spiel genannt,  soll eine Kugel mit einer Delle von einem festgelegten Startpunkt möglichst nahe an den Zielpunkt in der Spielfeldmitte gerollt werden soll. Was sich einfach anhört, ist es beileibe nicht &#8211; denn wie Jeschke in seinem Roman andeuten möchte, kommt man nicht immer auf direktem Weg ans Ziel!</p>
<p>Der Klappentext gibt bereits eine knappe, aber vollständige Inhaltsangabe. Mehr geschieht kaum, zwar spielt sich noch eine Liebesgeschichte ab und viele weitere Themen kommen zur Sprache, zentral ist davon aber nichts. Die im Klappentext angedeutete Überraschung konnte ich im Buch allerdings nicht finden. Denn leider kann Jeschke trotz vieler fein ausgearbeiteter Details und größtenteils einwandfreier Recherche und einer verheißungsvollen Idee nicht die  aufgebauten Erwartungen erfüllen.</p>
<p>Ein Lichtpunkt ist unter Anderem die mitreißende Schilderung einer erschreckenden und beängstigenden Landschaft nach dem GAU, welche im Rahmen einer Zugfahrt durch die zerstörten Gebiete beschrieben wird. Die Darstellung einer Welt danach und die Neustrukturierung der politischen Landschaft erscheint so lebensnah und wirklich wie nur möglich. Leider verheddert sich die Geschichte in ihren Feinheiten und ihren sehr lebendig ausgestalteten Szenerien und Figuren, so dass der Gesamtzusammenhang zu kurz kommt. Daher wirkt der Roman merkwürdig zerrissen, fesselnd, aber ohne zum Punkt zu kommen. Die Zeitreise findet erst nach 550 Seiten statt, zu einem Moment, an dem der Leser den weiteren Verlauf schon abschätzen kann und nur noch auf dessen Ausformulierung wartet. Die Hauptfigur wirkt dann aber nicht mehr maßgeblich an der Handlung mit.</p>
<p>Irritierend auch, dass Nicolaus Cusanus und das Cusanus-Spiel letztlich gar keine Rolle spielen! Im besten Fall dienen sie als Kontext oder Anknüpfpunkt für die vorherrschende Denkart. Für die exponierte Stellung der Begriffe bleibt der Umgang mit ihnen unbefriedigend.</p>
<p>Fazit: Angenehm zu lesen und mit vielen guten Ideen: Aber was Titel und Klappentext versprechen, kann der Roman nicht halten.</p>
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		<title>&#8220;Der Mastercode&#8221; von Scott McBain</title>
		<link>http://www.sfleser.de/2010/09/26/der-mastercode-von-scott-mcbain/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 17:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Mastercode]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Scott McBain]]></category>

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		<description><![CDATA[

<p class="wp-caption-text">Scott McBain - Der Mastercode</p>
<p>Der Waschzettel von &#8220;Der Mastercode&#8221; von Scott McBai verspricht einen Thriller über ein Computernetzwerk.
Die Handlung spielt im Jahre 2020: Das Computernetzwerk Mother hat die bisherigen Datennetze abgelöst und verknüpft alle Daten, um die Kreditwürdigkeit der Bürger einzuschätzen. Nicht alle Menschen profitoeren allerdings davon. Einige, die aus dm System fallen, beginnen es zu hinterfragen und zu bekämpfen. Die düstere Zukunftsvision eines allumfassenden Datennetzes, verköpert in &#8220;Mother&#8221;, ist eine Hauptfigur im Roman.</p>
<p>Um was es sonst nocht geht weiß ich nicht genau, denn nach <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2010/09/26/der-mastercode-von-scott-mcbain/">&#8220;Der Mastercode&#8221; von Scott McBain</a></span>]]></description>
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<div id="attachment_91" class="wp-caption alignright" style="width: 114px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/342662902X?ie=UTF8&amp;tag=theatergruvan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=342662902X"><img class="size-full wp-image-91" src="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/09/mastercode.jpg" alt="Mastercode in Der Mastercode von Scott McBain" width="104" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Scott McBain - Der Mastercode</p></div>
<p>Der Waschzettel von &#8220;Der Mastercode&#8221; von Scott McBai verspricht einen Thriller über ein Computernetzwerk.<br />
Die Handlung spielt im Jahre 2020: Das Computernetzwerk <em>Mother</em> hat die bisherigen Datennetze abgelöst und verknüpft alle Daten, um die Kreditwürdigkeit der Bürger einzuschätzen. Nicht alle Menschen profitoeren allerdings davon. Einige, die aus dm System fallen, beginnen es zu hinterfragen und zu bekämpfen. Die düstere Zukunftsvision eines allumfassenden Datennetzes, verköpert in &#8220;Mother&#8221;, ist eine Hauptfigur im Roman.</p>
<p>Um was es sonst nocht geht weiß ich nicht genau, denn nach knapp 200 Seiten war für mich Schluss. Es bereitet kein Vergnügen, einen dermaßen langatmigen und belehrenden Text mit plump aufgebauten Feindbildern zu lesen. Wirtschaftsunternehmen und insbesonder Werbung sind im Roman natürlich böse. Sehr böse, das wird auch den unglaublich naiven Romanfiguren schnell klar, obwohl sie sonst ihren Kopf nicht sonderlich anstrengen. Auch vom Leser wird das nicht erwartet: Wie mit dem Vorschlaghammer wird ihm in unzähligen Wiederholungen eingebleut, dass die Welt nach dem finanziellen Status der Menschen hierarchisch gegliedert ist, dass eine Art finanzieller Apartheid das Leben bestimmt.</p>
<p>Es ist in eindimensionales, seltsam reduziertes Universum, das McBain da schafft. Einmal erklärt, sofort kapiert. Das hält McBain aber nicht davon ab, alle zwei Seiten dasselbe mit einem anderen plumpen Beispiel noch einmal zu erklären. Überwiegend verzichtet der Autor sogar, diese überflüssigen Infomationsblöcke glaubhaft in die Handlung einzubetten. Und so werden die ersten 200 Seiten gefüllt, ohne dass etwas geschieht.</p>
<p>Garniert wird das mit einem pseudoresignierten Herumgeseufze über die Kluft zwischen arm und reich. Was für ein Glück, dass ich den Roman nicht gekauft, sondern bei der Stadtbibliothek geliehen habe.</p>
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		<item>
		<title>Der Seldon Plan &#8211; eines der besten Stücke der SF</title>
		<link>http://www.sfleser.de/2010/09/06/der-seldon-plan-eines-der-besten-stuecke-der-sf/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 10:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sekundärtexte]]></category>
		<category><![CDATA[Asimov]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Psychohistorik]]></category>
		<category><![CDATA[Seldon Plan]]></category>
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<p class="wp-caption-text">Asomovs Foundation Trilogie</p>
<p>Der Seldon Plan
<p>Der Seldon Plan ist ein Kernstück von Isaac Asimovs Foundation Trilogie. Sie erzählt den Niedergang des 25 Millionen Planeten umfassenden galaxisweiten Imperiums. Verwebt damit ist die Entwicklung der Psychohistorik. Mit jener soll der Zusammenbruch der galaxisweiten Zivilisation verhindert werden und zeitgleich soll der Aufbau einer neueren und gleichzeitig beständigeren Gesellschaft ermöglicht werden. Dazu werden zwei Institutionen gegründet. Eine davon, die „Zweite Foundation“, bleibt dabei geheim, die &#8220;Erste Foundation&#8221; verbleibt auf einen Planeten am Rande der Galaxis, genannt Terminus, für die Öffentlichkeit <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2010/09/06/der-seldon-plan-eines-der-besten-stuecke-der-sf/">Der Seldon Plan &#8211; eines der besten Stücke der SF</a></span>]]></description>
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<h3>
<div id="attachment_63" class="wp-caption alignright" style="width: 111px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453164172?ie=UTF8&amp;tag=theatergruvan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453164172"><img class="size-full wp-image-63" src="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/09/foundation.jpg" alt="Foundation in Der Seldon Plan - eines der besten Stücke der SF" width="101" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Asomovs Foundation Trilogie</p></div>
<p>Der Seldon Plan</h3>
<p>Der Seldon Plan ist ein Kernstück von Isaac Asimovs Foundation Trilogie. Sie erzählt den Niedergang des 25 Millionen Planeten umfassenden galaxisweiten Imperiums. Verwebt damit ist die Entwicklung der Psychohistorik. Mit jener soll der Zusammenbruch der galaxisweiten Zivilisation verhindert werden und zeitgleich soll der Aufbau einer neueren und gleichzeitig beständigeren Gesellschaft ermöglicht werden. Dazu werden zwei Institutionen gegründet. Eine davon, die „Zweite Foundation“, bleibt dabei geheim, die &#8220;Erste Foundation&#8221; verbleibt auf einen Planeten am Rande der Galaxis, genannt Terminus, für die Öffentlichkeit sichtbar. Ihre Aufgabe ist das Sammeln des galaktischen Gesamtwissens und das Endziel die Veröffentlichung der Enzyklopedia Galaktika.</p>
<p>In der Triligie wird über 400 Jahre hinweg die Entwicklung und die Auswirkungen der Mechanismen der Psychohistorik, dem Namen der neuen Wissenschaft, die Grundlage für den Seldon Plan ist, verfolgt.</p>
<h3>Die Asimovsche Psychohistorik<sup> 1</sup></h3>
<p>Diese Psychohistorik, eine fiktive Wissenschaft, die zur Berechnung der Verhaltensweisen von menchlichen Gesellschaften über Jahrhunderte hinweg, entwickelte Hari Seldon mit seinen Assistenten/Schüler Gaal Dornik.</p>
<blockquote><p>„Psychohistorie &#8211; &#8230; Gaal Dornick hat die Psychohistorie, unter Benutzung nichtmathematischer Begriffe, als jenen Zweig der Mathematik bezeichnet, der sich mit den Reaktionen von großen Menschenmassen auf bestimmte soziale und ökonomische Stimuli befasst &#8230; Allen diesen Definitionen liegt die Voraussetzung zugrunde, dass die Menschenmasse, auf die man sich bezieht, groß genug für eine gültige statistische Berechnung ist. Die notwendige Größe einer solchen Masse lässt sich aus Seldons Erstem Theorem festlegen, das &#8230; Weiterhin ist es erforderlich, dass sich die Menschenmasse selbst nicht ihrer pychohistorischen Analyse bewusst ist, damit ihre Reaktionen wirklich willkürlich&#8230;<br />
Die Grundlage für eine gültige Psychohistorie liegt in der Entwicklung der Seldon-Funktionen, die ihre Eigenschaften aufzeigen, die kongruent zu denen solcher sozialen und ökonomischen Kräfte wie &#8230;<br />
Encyclopedia Galactica“<sup> 3</sup></p></blockquote>
<p>Auf Mathematik baut die Psychohistorik auf, die sogenannten Seldon-Funktionen sind aber eher durch die Ökonomie, Psychologie und Soziologie geprägt . <em>„[...] durch die Verallgemeinerung des psychologischen Wissens von einem einzelnen auf die Gruppe konnte schließlich auch die Soziologie in mathematischen Formeln ausgedrückt werden“</em> <sup> 3</sup></p>
<p>Auf den ersten Blick scheint dies nachvollziehbar: Jeder Berufspendler weiß, wann er auf seiner Strecke mit Stau rechnen muss. Dabei spielt keine Rolle ob ein Auto mehr oder weniger unterwegs ist. Mit ähnlichen Methoende<br />
Entsprechend kann eine Uni-Mensa ungefähr in Voraus sagen, wieviele Stundenten zu Mittagessen da sein werden. Andere Vorhersagen, wie Wahlprognosen oder Wettervorhersagengründen auf komplexeren Verfahren und bleibn unpräzise.</p>
<h3>Datengrundlage, Algoritmus und das Wissen von Google</h3>
<p>Unpräzise Wettervorhersagen und Wahlprognosen hängen direkt mit unzureichenden Datengrundlagen und unperfekten Modellen zusammen.</p>
<p>Was wäre aber, wenn eine vollständige Datengrundlage greifbar wäre? Wäre es dann nicht nur eine Frage der Zeit, bis auch der Algorithmus zur Modellbildung und damit zur Vorhersage perfektioniert ist? Wenn die über lange Zeit gespeicherte Daten aus Suchanfragen, Surfverhalten,  Emails und den vielen weiteren Quellen, die Google zur Verfügung stehen verknüpft werden, dann weiß Google (bzw. eher der entsprechende Algorithmus) Dinge über Menschen, die sie vielleicht nicht einmal selbst wissen. Die Firma verfügt damit über ein je nach Nutzerverhalten mehr oder weniger präzises Profil. Mit diesem Profil lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Aussagen über das zukünftige Verhalten machen.</p>
<p>Das geht weit über die Möglichkeiten der fiktiven Wissenschaft der Psychohistorik hinaus. Nicht nur gesellschaftliche Entwicklungen können berechnet werden. Vorhersagen (zumindest in gewissen Bereichen) können über Einzelne gemacht werden.</p>
<p>Hari Seldon gelang es im Roman als Einzelkämpfer aus der umfassenden Datengrundlage der kaiserlichen Bibliothek und den Daten der kaiserlichen Verwaltung seinen Algorithmus zu entwickeln. Kann im wirklichen Leben so etwas von</p>
<div id="attachment_60" class="wp-caption alignright" style="width: 112px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453217497?ie=UTF8&amp;tag=theatergruvan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453217497"><img class="size-full wp-image-60" src="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/09/minorityreport.jpg" alt="Minorityreport in Der Seldon Plan - eines der besten Stücke der SF" width="102" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Minority Report</p></div>
<p>zusammenarbeitenden Informatikern, Mathematikern und Wissenschaftlern anderer Disziplinen erreicht werden? Die technischen und organisatorischen Möglichkeiten waren nie besser.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<p>Das berechenbare Verhalten von menschlichen Gesellschaften nutzte Seldon, um die Entwicklung der Menschheit zu lenken. Er behauptete, eine Veränderung zum Guten zu bewirken. Google will das berechenbare Verhalten Einzelner zur Werbeoptimierung und natürlich ebenfalls zum Guten<sup>2</sup> nutzen.</p>
<p>In Philipp K. Dicks Minority Report führt die Vorhersehbarkeit menschlichen Verhaltens unter dem Deckmantel des Guten zur Unfreiheit. Zum Glück nur Fiktion, hoffentlich bleibt es dabei&#8230;</p>
<hr />1: Nicht zu Verwechsel mit der real existierenden Psychohistorik<br />
2: Don&#8217;t be evil, tue nichts Böses, ist der informelle Wahlspruch Googles. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Don't_be_evil" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Don&#8217;t_be_evil<br />
</a>3: Asimov, Isaac: Die Psychohistoriker. Bergisch Gladbach: Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe, 1983</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Inception&#8221; von Christopher Nolan</title>
		<link>http://www.sfleser.de/2010/08/31/inception-von-christopher-nolan/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 16:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Nolan]]></category>
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		<category><![CDATA[Ralitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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<p>
Sogar die FAZ schreibt über Leonardo DiCario, er habe Tom Cruise als Action-Alphatier abgelöst. In Inception klaut Leo in der Rolle des Don Cobb Ideen. Dazu träumt er gemeinsam mit seinen Opfern Träume, die von seinem Team entworfen und kontrolliert werden.</p>
<p>Dummerweise wird er auf der ganzen Welt gesucht, weil er verdächtigt wird, seine Frau getötet zu haben. Was natürlich nicht stimmt, ihm aber zweierlei Probleme einbringt: Zum Einen kann er sich nicht frei bewegen und zum Anderen bereitet ihm in seinen dienstlichen Träumen eine unterbewusste Projektion <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2010/08/31/inception-von-christopher-nolan/">&#8220;Inception&#8221; von Christopher Nolan</a></span>]]></description>
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Sogar die FAZ schreibt über Leonardo DiCario, er habe Tom Cruise als Action-Alphatier abgelöst. In Inception klaut Leo in der Rolle des Don Cobb Ideen. Dazu träumt er gemeinsam mit seinen Opfern Träume, die von seinem Team entworfen und kontrolliert werden.</p>
<p>Dummerweise wird er auf der ganzen Welt gesucht, weil er verdächtigt wird, seine Frau getötet zu haben. Was natürlich nicht stimmt, ihm aber zweierlei Probleme einbringt: Zum Einen kann er sich nicht frei bewegen und zum Anderen bereitet ihm in seinen dienstlichen Träumen eine<em> unterbewusste Projektion</em> seiner Frau erhebliche Schwierigkeiten.</p>
<p>Zumindest das erste Problem möchte er mit einem neuen Auftrag erledigen: Anstatt eines Gedankendiebstahls soll er diesmal das Unmögliche erreichen: Einen Gedanken in das  Gehirn seines Opfern einpflanzen. Als Belohnung soll der mächtigen Unternehmer Saito dafür sorgen, dass alle Anklagen gegen ihn fallen gelassen werden.</p>
<p>Das Ganze soll durch eine komplexe Traumkonstruktion mit einem Traum in einem Traum in einem Traum erreicht werden. Diese Ausgangssituation bietet alle Möglichkeiten zu vergessen, was die Realität und was Traum ist.</p>
<p>Um diese Frage dreht es sich auch im weiteren Verlauf und diese Frage lässt auch große Erwartungen an den Film entstehen.<em> Diese Erwartungen werden aber enttäuscht</em>. Anstatt eines subtilen Spiels mit den Realitäten, der Frage wie wirklich die Wirklichkeit ist oder scheint wird ein zusammenhangs- und motivationsloses, plumpes und dadurch beliebig und willkürlich bleibendes Aktionspektakel geboten.</p>
<p>Das zugegebenermaßen auf höchstem Niveau. Alle Tricks, die das moderne Kino auf Lager hat werden ausgepackt. Der zuschauer bekommt gigantischem Bombast serviert &#8211; und zwar handwerklich perfekt. Im Dienste der Handlung steht dabei aber der kleinste Teil.</p>
<p>Da hätte man so viel draus machen können &#8211; Nolan hat&#8217;s aber bleiben lassen&#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/66TuSJo4dZM?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/66TuSJo4dZM?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>“Canyons” von Ady Henry Kiss</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ady Henry Kiss]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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<p>„Canyons“ ist der Bericht des Bewohners eines Planeten, der lange Zeit zuvor als Notlandeplatz für eine Raumschiffbesatzung gedient hat. Deren Nachfahren haben zwar mittlerweile eine Stadt gegründet, aber das einst vorhandene Wissen ist mittlerweile größenteils verloren gegangen.  Genauso im Niedergang begriffen ist  die gezeichnete Gesellschaftsordnung, die irgendwo zwischen Mittelalter und einem Mad-Max-Szenario angesiedelt ist. Die Sorge der Gesellschaft liegt darin, dass sie aus zu sterben droht, denn seit geraumer Zeit geht die Bevölkerungszahl zurück: Es werden keine Mädchen mehr geboren.</p>
<p>Der Berichterstatter selbst lebt nicht <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2010/08/30/canyons-von-ady-henry-kiss/">“Canyons” von Ady Henry Kiss</a></span>]]></description>
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<p><a href="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/08/canyons.jpg" rel="lightbox[14]" title="Canyons von Ady Henry Kiss"><img class="alignright size-full wp-image-18" src="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/08/canyons.jpg" alt="Canyons in “Canyons” von Ady Henry Kiss" width="100" height="160" /></a>„Canyons“ ist der Bericht des Bewohners eines Planeten, der lange Zeit zuvor als Notlandeplatz für eine Raumschiffbesatzung gedient hat. Deren Nachfahren haben zwar mittlerweile eine Stadt gegründet, aber das einst vorhandene Wissen ist mittlerweile größenteils verloren gegangen.  Genauso im Niedergang begriffen ist  die gezeichnete Gesellschaftsordnung, die irgendwo zwischen Mittelalter und einem Mad-Max-Szenario angesiedelt ist. Die Sorge der Gesellschaft liegt darin, dass sie aus zu sterben droht, denn seit geraumer Zeit geht die Bevölkerungszahl zurück: Es werden keine Mädchen mehr geboren.</p>
<p>Der Berichterstatter selbst lebt nicht in der Stadt, er wohnt im Dorf, welches in einiger Entfernung von der Stadt liegt. Die Dorfbewohner stehen in einem gewissen Konflikt mit den Städtern, worin dieser Konflikt begründet ist und weshalb er andauert wird allerdings im ganzen Roman nicht klar,  das Problem des Bevölkerungsschwundes gibt es aber im Dorf nicht.</p>
<p>Eines Tages landet ein Raumschiff auf diesem Planeten, die Fremden bieten sich an, zu helfen: Sie hätten die Ursache des Bevölkerungsrückgangs entdeckt: Die „Stufe“, ein Himmelskörper, der sich regelmäßig vor eine Sonne schiebt, sende eine periodisch schwankende Strahlung aus, die die Probleme verursache. Die Planetenbewohner könnten in der Zeit der größten Strahlungsintensität eine Art schützender Narkose versetzt werden, während der sie von Robotern der Besucher versorgt würden. Die Stadtbewohner nehmen dieses Angebot an, die Dorfbewohner aber, die bei eigenen Messungen keine Strahlung feststellen konnten, lehnen das Angebot misstrauisch ab. Zu recht, denn die Besucher nutzen die Bewegungsunfähigkeit der Bevölkerung nur, um die Fernsteuerung für das Raumschiff zu finden, mit der deren Vorfahren not gelandet sind und das noch irgendwo im Weltraum schweben muss. Der Erzähler versucht nun mit Hilfe der Dorfbewohner die Bedrohung abzuwehren, ob die Retter aber überleben werden, bleibt offen, der Roman endet mit den verzweifelten Worten „an wen kann ich mich wenden?“.</p>
<p>Eine interessante Welt wird beschrieben. Eine Gesellschaft, die sich technologisch und moralisch im freien Fall in die Steinzeit befindet, eine Parallelgesellschaft, die bezüglich der Technologien dieses Schicksal teilt, ethisch aber einen gewissen Grad an Zivilisiertheit behalten kann. Schön wird geschildert, wie der Berichtende diesen Unterschied im Verlauf der Ereignisse selbst immer mehr wahrnimmt. Als es dann zur Katastrophe kommt, ist er in der Lage seine Verantwortung für das Leben seiner Mitmenschen (Ich gehe davon aus, dass es Menschen sind, klar gesagt wird das nirgends) zu tragen: Zusammen mit den Dorfbewohnern nimmt er ein unkalkulierbares Risiko auf sich, um die Stadtbewohner zu retten.</p>
<p>Diese Welt würde aber mehr bieten als die knapp 120 Seiten die Kiss ihr einräumt. In der Schilderung des Planeten bleibt er mehr als nur vage. Sicher ist der gewählten Berichtsform des Romans zuzuschreiben, dass Dinge die dem Erzähler klar sein müssen nicht weiter ausgeführt werden, schade ist dies aber allemal. Lediglich angedeutet wird die Gesellschaftsordnung, Kiss scheint es nur für nötig zu halten, sie als im Niedergang begriffen verstanden zu wissen. Die vielen persönlichen Beziehungen des Berichterstatters werden nur angerissen, dadurch bleibt auch er selbst seltsam undefiniert und ohne greifbare Persönlichkeit. Die Beschreibung von Vorgängen ist teilweise rätselhaft bis unverständlich, da im Bericht natürlich nur berichtet wird, was dem Erzähler auffallend scheint. Der Leser vom Planeten Erde kann sich aber daher oft leider kein Bild vom Geschehen machen. Bei der Lektüre fragte auch ich mich oft: „An wen kann ich mich wenden?“.</p>
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		<title>“Atomgewicht 500″ von Hans Dominik</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 17:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sfleser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Atomgewicht 500]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Dominik]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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<p>Sicher ein alter Schinken, aber als Zeitzugnis über die frühe deutsche Science Fiction Szene von Bedeutung.
Einen  Klappentext weist das Buch, das erstmals 1934 erschien nicht auf. Das Bild zeigt eine neuere Ausgabe, die leider auch schon vergriffen ist. Über den Autor und den Verlag hinaus gehende Informationen sind dem Buch nicht zu entnehmen.</p>
<p>Inhalt: Die Geschichte spielt in den USA in einer fiktiven Realität um 1920. Die verfeindeten Chemieunternehmen Dupont Company und United Chemical versuchen mithilfe großer Temperaturen und hoher Drücke ein neues radioaktives Element herzustellen. <span style="color:#777"> . . . &#8594; Mehr dazu: <a href="http://www.sfleser.de/2010/08/29/atomgewicht-500-von-hans-dominik/">“Atomgewicht 500″ von Hans Dominik</a></span>]]></description>
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<p><a href="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/08/atomgewicht500.jpg" rel="lightbox[6]" title="Atomgewicht 500 von Hans Dominik"><img class="alignright size-full wp-image-22" src="http://www.sfleser.de/wp-content/uploads/2010/08/atomgewicht500.jpg" alt="Atomgewicht500 in “Atomgewicht 500″ von Hans Dominik" width="89" height="140" /></a>Sicher ein alter Schinken, aber als Zeitzugnis über die frühe deutsche Science Fiction Szene von Bedeutung.<br />
Einen  Klappentext weist das Buch, das erstmals 1934 erschien nicht auf. Das Bild zeigt eine neuere Ausgabe, die leider auch schon vergriffen ist. Über den Autor und den Verlag hinaus gehende Informationen sind dem Buch nicht zu entnehmen.</p>
<p>Inhalt: Die Geschichte spielt in den USA in einer fiktiven Realität um 1920. Die verfeindeten Chemieunternehmen Dupont Company und United Chemical versuchen mithilfe großer Temperaturen und hoher Drücke ein neues radioaktives Element herzustellen. Bei Dupont führt dieses Vorhaben bei einem erfolgreichen Versuch zu einem schweren Unfall. Chemical United kann noch keine Erfolge verbuchen. Der dort arbeitende deutsche Dr. Wandel hat die theoretischen Grundlagen dazu entdeckt, darf aber aufgrund betriebsinterner Querelen seine Versuche nicht durchführen. Im Streit scheidet er von der United Chemical und nimmt ein Angebot der Konkurrenz  an. Dort gelingt es ihm, mehrere geeignete Elemente „zusammenzuschmieden“. Er revolutioniert dadurch das gesamte Energieerzeugungswesen der Welt.</p>
<p>Gefahr droht allerdings durch die Tätigkeit des Industriespions White, der die Arbeiten bei United Chemical im Auftrag der Dupont Company sabotiert. Daher entsteht dort bei einem Versuch ein hochexplosives Element. Die Gefahr kann nur durch die Zusammenarbeit der verfeindeten Unternehmen und der heldenhaften Wissenschaftler unter Einsatz ihres Lebens erkannt und abgewendet werden.</p>
<p>Dieser Mut beschert der Welt einen „neuen, segenbringenden Kraftstoff“ und dem Leser einen Ausblick auf die „vielen glücklichen, friedlichen Tage und Jahre“ die vor der Menschheit liegen.</p>
<p>Das mir vorliegende gebundene Exemplar hat sicher schon bessere Tage gesehen, hat mir aber einige vergnügliche Stunden bereitet. Aus der Perspektive unserer Zeit sind die Ideen, die Dominik in seinem Text verarbeitet, natürlich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Andererseits kann erst jetzt gewürdigt werden, wie weitsichtig er damals war. Dass Elemente durch chemische Reaktion nicht neu gebildet werden können, weiß heute jeder Schüler. Die im Buch beschriebenen Reaktionsbedingungen erinnern den Leser eher an mittelalterliche, Gold herstellende Alchimisten, als an moderne Wissenschaftler. Aber die Herstellung neuer Elemente gelingt schließlich seit einigen Jahren in Teilchenbeschleunigern und die Energiegewinnung durch radioaktiven Zerfall ist Alltag geworden. Dass das Thema immer noch aktuell ist, beweist der Neubau des Fusionsreaktors ITER im nächsten Jahr.</p>
<p>Die Blauäugigkeit in Bezug auf das Gefahrenpotential entspricht wohl dem Zeitgeist:<br />
Der Transport radioaktiver Flüssigkeiten erfolgt wahlweise in einer Thermosflasche oder in einer Schachtel in der Hemdbrustasche. Die strahlenden Elemente werden auf dem Schreibtisch des auf die Erfindung stolzen Firmendirektors gelagert; Da sich die Elemente durch den radioaktiven Zerfall stark aufwärmen, werden sie kurzerhand im Gartenteich gekühlt!</p>
<p>Das im Roman gezeichnete Frauenbild außen vor zu lassen gelingt leicht: Außer einer Putzfrau(!) kommt im ganzen Roman nicht eine einzige Frau vor!<br />
Das Bild des (männlichen) Wissenschaftlers hingegen ist vergleichbar mit einem Heiligen: Durchgehend sind sie heldenmutig, unerschrocken und moralisch unantastbar. Sie haben immer alles im Griff, und sollte dennoch etwas schief gehen, genügen einige kurze Berechnungen und eine Lösung ist zur Hand. Sie sind bis an die Grenze der Überheblichkeit und darüber hinaus von dem Gedanken durchdrungen, alle Gefahren zu kennen und durch richtige Berechnungen absolute Sicherheit bieten zu können.<br />
Die Charaktere sind durchgehend in dem Sinne ideal, dass sie entweder gut und genial oder böse und dumm sind. Das Schwarz-Weiß-Denken reicht bis zur Naivität, die Geschichte ist aber darauf aufgebaut, dass die Figuren diese charakterliche Eindimensionalität aufweisen.</p>
<p>Dem interessierten Leser könnten folgende Informationen hilfreich erscheinen: Schon zu Beginn wird im Roman die Verschmelzung zweier Helium Atome mit einem Uran-Atom beschrieben. Das daraus entstehende Element ist heute als Isotop des Curium bekannt, müsste aber eine Atommasse von ca. 247 haben und wird natürlich nicht mit dem beschriebenen Verfahren gewonnen &#8211; auch mit einem mittlerem Teilchenbeschleuniger täte man sich ziemlich schwer. Das später in der Geschichte hergestellte Element mit dem Atomgewicht 500 ist auch heute noch nicht entdeckt. Rechnerisch müsste es allerdings herstellbar sein, der Theorie nach wäre es sogar stabil, also nicht radioaktiv. Leider kann es daher nicht als  Energiequelle der Zukunft in Erscheinung treten&#8230;<br />
Mit dem Ausblick, dass die Entdeckung dieser unerschöpflichen Energiequelle der Beginn einer Geschichte ist, „die von vielen glücklichen, friedlichen Tagen und Jahren zu erzählen weiß“, hat sich Dominik ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt.<br />
<strong>Fazit:</strong> Atomgewicht 500 ist als „historische Quelle“ interessant für jeden, der sich mit der Geschichte der SF-Literatur und Hans Dominik im Speziellen auseinandersetzt.</p>
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